Vernehmlassung WOST Untergymnasium

Vernehmlassung

Der VSL LU wurde zur Vernehmlassung zur WOST Untergymnasiusm eingeladen. In den Augen des VSL LU sollte die WOST UG möglichst eng an die WOST der Sekundarstufe 1 der Volksschule angelehnt sein. Zu den Fragen hat der VSL LU sich wie folgt geäussert:

Frage 1: Sind sie mit der Wochenstundentafel einverstanden? Mehrheitlich einverstanden.

Wir nehmen gerne zur Kenntnis, dass die neue WOST GYM 21 auch mit dem Ziel einer Kohärenz zur WOST 19 der Sekundarschule ausgearbeitet wurde.

Wir begrüssen es, dass die Stärkung von Erstsprache sowie von Natur und Technik, welche im LP 21 der Volksschule vollzogen wird, auch im UG umgesetzt werden soll. Wir sehen dadurch die Chancen für einen erfolgreichen Übergang von der Primarschule ins Langzeitgymnasiums bzw. von der Sekundarschule ins Kurzzeitgymnasiums als gewahrt.

Die Betonung der Fachorientierung im Bereich Geografie und Geschichte sehen wir als kritisch, da an der Sekundarschule der interdisziplinäre und vernetzte Ansatz bei Räume Zeiten Gesellschaften gestärkt wird und sich der Übergang ins Kurzzeitgymnasium für Sekundarschüler nachteilig auswirken könnte.

 

Frage 2: Sind Sie mit der Verteilung der Lektionen in der 7. und 8. Klasse (bzw. 1. und 2. Klasse Untergymnasium) einverstanden?  Einverstanden. Siehe Frage 5.

Frage 3: Unterstützen Sie die Aufhebung des Schienenmodelles zugunsten eines gemeinsamen kontinuierlichen Aufbaus in den Naturwissenschaften für alle Lernenden? Einverstanden.

Den verstärkten Schwerpunkt in den Naturwissenschaften für alle Lernenden erachten wir als wichtig und entspricht auch den Bestrebungen des LP 21 und der auch aus unserer Sicht wichtigen MINT-Förderung.

Frage 4: Sind Sie mit den geplanten Neuerungen einverstanden? Mehrheitlich einverstanden (siehe Antworten auf die anderen Fragen).

Frage 5: Mit dem Textilen Gestalten verschwindet ein Fach aus der gymnasialen WOST. Es wird weiterhin auf der Primarschule unterrichtet und an der Sekundarschule angeboten. Sind Sie damit einverstanden? Nicht einverstanden.

Bemerkungen (falls Sie nicht einverstanden sind: gibt es ein anderes Fach, das um zwei Lektionen reduziert werden soll?):

Ein Übergang der Sekundarschüler ins Kurzzeitgymnasium ist besonders beim Fach Musik erschwert, da dieses an der Sekundarschule nur mit je 1 L pro Stufe (total 2 1./2. Sek) dotiert ist (UG = 4 L.). Wir schlagen darum im UG anstelle des  Abbaus des Textilen Gestaltens ein Abbau bei Musik vor.

Wir erachten es für eine ausgewogene Bildung auch der Gymnasiasten als förderlich, dass der Bereich Gestalten angemessen vermittelt wird.

Weitere Rückmeldungen: Wir erachten es als sehr wichtig, dass die Bildungsziele auch im Gymnasium kompetenzorientiert ausgerichtet und formuliert und im Unterricht umgesetzt werden. So wird die Voraussetzung für einen möglichst bruchfreien Übergang von der Volksschule ermöglicht und die Nachhaltigkeit des Bildungserfolges gefördert. Die in den Vernehmlassungsunterlagen S. 11 oben angekündigte Absicht der Revision der gymnasialen Lehrpläne hin zur Kompetenzorientierung erachten wir als zwingend

 

Der Vorstand dankt Philipp Calivers für die vorbereitenden Arbeiten.

 

Mitarbeit Strategiegruppe PH Luzern

PH LU

 

Jeweils zwei Mal pro Jahr treffen sich die Träger des Projekts SmZ und die Leitung der Dienststelle Hochschulbildung mit der Leitung der PH LU. Im vergangenen Jahr wurden diese Treffen von der aktuellen finanzpolitischen Lage des Kantons und den damit verbundenen Massnahmen überschattet. Verschiedentlich wurden auch mögliche Auswirkungen diskutiert.

Alle Beteiligten sind jedoch der Ansicht, dass Massnahmen, welche die Praxisbildung der Lehrpersonen betreffen unter verschiedenen Aspekten problematisch sind. Einerseits ist die PH Luzern als 4. grösste PH der Schweiz bekannt für die ausgezeichnete Praxisbildung und aufgrund der hohen Studierendenzahlen angewiesen auf die entsprechende Zahl Praxisausbildungsplätze. Andererseits ist die Kontaktmöglichkeit von Schulen mit der künftigen Lehrpersonen oftmals ein Grund, dass sich Studierende später auf eine ausgeschriebene Stelle melden.

Zum Glück gibt es auch positive Meldungen. Die PHLU hat im vergangenen Jahr intensiv mit der Strategie 2017 - 2025 beschäftigt. Dabei wurden in den offenen Gesprächen auch immer wieder unsere Anliegen aufgenommen. An dieser Stelle möchte der VSLLU der Hochschulleitung der PH für die Offenheit unseren Anliegen gegenüber und die angenehme Zusammenarbeit danken.

 

Rückblick Megger Tagung

Sie wollten uns töten - Teaser

Am 12. April 2017, dem traditionellen Mittwoch vor Karfreitag, haben sich bei schönstem Wetter wiederum rund 80 Schulleitungen und Kadermitarbeiterinnen und -mitarbeiter in der St. Charles Hall in Meggen eingefunden. Die Megger Tagung 2017, organisiert von den drei Partnern DVS, Förderverein Luzerner Volksschulen und dem VSL LU stand unter dem Fokus 'Migration und Flüchtlinge'. Auf eindrückliche Weise haben Kurt Pelda und Andrea Pfalzgraf mit ihrer journalistischen Arbeit im Thema anhand des Filmes "Sie wollten uns töten" - Eine syrische Familie auf der Flucht die Thematik von einer sehr anschaulichen Seite her beleuchtet. Sie haben es ausgezeichnet verstanden, die menschlichen Aspekte dieser Tragödien aufzuzeigen. Zum Abschluss hat Pia Murer als Vertreterin des Fördervereins darauf hingewiesen, dass der Verein über MIttel verfügt, Projekte verschiedener Art zu unterstützen, unter anderem auch im Bereich Migration und Integration. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage des Vereins.

Regio-Talk 2017 - Rückblick

Bettina Wagner, VSL LU

In den diesjährigen Regio-Talks für Schulleitungen vom 17. und 19. Januar 2017 wurde als Schwerpunkthema der Umgang mit Lernenden mit herausforderndem Verhalten diskutiert. Heute sind Schulen vermehrt damit konfrontiert und erleben diesen Umstand häufig als belastend und aufwändig. Im Vorfeld der Regio-Talks hat der Vorstand zahlreiche Fragen und Rückmeldungen zu dieser Thematik erhalten. Fehlende Ressourcen und Fachkräftemangel beschäftigen Schulleitungspersonen im Hinblick auf die zunehmende Zahl an Lernenden mit Verhaltensauffälligkeiten. Auch die Übergangsmassnahmen für Lernende mit einer abgelehnten Integrativen Sonderschulung und für solche mit nicht anerkannter Verhaltensbehinderung, werfen Fragen auf. Eine hohe Hürde stellt der Massnahmenkatalog dar, der abgearbeitet sein muss, bevor ein Antrag gestellt werden kann.

Daniela Dittli und Urs Kieliger von der DVS waren zu Gast an den Regio-Talks. Sie gingen differenziert auf die Fragestellungen der Teilnehmenden ein, bestätigten eine Zunahme der Fallzahlen und zeigten geplante Neuerungen von Seite DVS in diesem Bereich auf.

Ob herausforderndes Verhalten eines Kindes eine Verhaltensbehinderung ist oder nicht, ist eine komplexe Fragestellung, welche auf den Wahrnehmungen der Beteiligten beruht und durch das ganze System bedingt ist. Damit die Ressourcen möglichst sorgfältig und wirkungsvoll eingesetzt werden, ist es in Zukunft die Aufgabe der Schulleitung und der Leitung Integrative Sonderschulung, ein individuell abgestimmtes Angebot zu definieren. Die Gesamtkosten für eine Integrative Sonderschulung bleiben gleich hoch, können jedoch in Zukunft bedarfsgerechter eingesetzt werden. Da die Integrative Sonderschulung in erster Linie eine schulische Massnahme ist, muss der Fokus auch entsprechend gesetzt werden. Der Wert des Familiencoachings ist aber unbestritten und kann auch in Zukunft eingesetzt werden, dies im Rahmen von maximal 30 Stunden jährlich.

Daniela Dittli und Urs Kieliger wiesen auch auf das neue Antragsformular hin. Damit die Fallhöhe besser eingeschätzt werden kann, braucht es neu eine Dokumentation der bereits angewendeten Massnahmen und deren Wirksamkeit. Auch in Zukunft werden Übergangsmassnahmen gesprochen, jedoch nicht länger als für ein Jahr. Nach dieser Zeit muss man abschätzen können, ob die Fallhöhe für eine Integrative Sonderschulung gegeben ist oder ob auf Ressourcen vor Ort zurückgegriffen werden kann.

Der Vorstand dankt Daniela Dittli und Urs Kieliger herzlich für die spannenden Ausführungen und allen Teilnehmenden für die angeregten Diskussionen.

Mentoring-Angebot für neue Schulleitungen

Die PH Luzern bietet in Zusammenarbeit mit dem Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter der Volksschulen des Kantons Luzern (VSL LU) neu ein Mentoringprogramm für Schulleitende an. Ziel ist es, Berufseinsteigende in ihrem neuen Beruf als Schulleiterin / -leiter zu unterstützen, den Einstieg zu erleichtern und die Handlungsfähigkeit zu erweitern.

Mit einer Mentorin / einem Mentor können neu einsteigende Schulleitungspersonen von dieser Erfahrung profitieren und sich über praktische Alltagbegebenheiten austauschen. Der Blick soll aber auch über Aktualitäten hinausführen und langfristige Zielsetzungen verfolgen, wie zum Beispiel die Gesunderhaltung als Führungsperson in einem anspruchsvollen Berufsumfeld.

Flyer

Schulplanung - Behördenrelevante Eckwerte

 

Am 19.11.2016 haben sich rund 25 interessierte Vertreterinnen und Vertreter von Bildungskommissionen zum Kurs des VSBL in Luzern getroffen. Dabei wurden verschiedene Themen von A(nstellung) bis Z(ukunft) vorgestellt und Fragen beantwortet. Den Teilnehmenden wurde ein Dossier mit den wichtigsten Zahlen ausgehändigt.

Rückblick auf die 19. GV vom 14.9.2016

 

Um genau 14.00 Uhr, zeitgleich mit dem Start des LUSTAT Meetings haben sich rund 40 Mitglieder des Verbandes im Campus Sursee eingefunden. Unter der fachkundigen Leitung der Instruktoren durften wir die Maurerhallen auf dem Campus besuchen. Besonders eindrücklich war es, zu sehen wie engagiert die Jugendlichen ihre Arbeiten angepackt haben. Im anschliessenden Austausch wurden die Angebote des Baumeisterverbandes für Schulen aufgezeigt und gegenseitig Erwartungen und Wünsche formuliert.

Im zweiten Teil des Nachmittags fand dann die ordentliche GV statt. Neben den üblichen Geschäften wurden die Positionspapiere zur Schulleitung, zum Kindergarten und zur Schulsozialarbeit verabschiedet. Caroline Lanz hat als Gast die Idee eines Mentorings für neue Schulleitungen vorgestellt, welches in Zusammenarbeit mit dem VSL LU eingeführt werden soll.  Weiter wurde dem Vorstand genehmigt, eine Statutenrevision in Angriff zu nehmen.

Im dritten Teil wurden die anwesenden Schulleitungen vom Baumeisterverband zu einem grossartigen Apéro riche eingeladen. Gerne möchten wir uns vom VSL LU an dieser Stelle für die sehr grosszügige Gastfreundschaft beim Luzerner Baumeisterverband bedanken. Die selber gegossene Betonvase mit der Sonnenblume hat einen Ehrenplatz erhalten.

Olivier Prince verlässt den Vorstand

2003 ist Olivier in den Vorstand des VSL gewählt worden. In den vergangenen 13 Jahren hat Olivier verschiedene grosse Projekte als Vertreter des Vorstands mitgestaltet. Dazu gehören unter anderem die Jury des Anerkennungspreises, die Arbeitsgruppe "Schulleitung stärken" oder die Arbeitsplatzbewertung.

In geschätzten 100 Vorstandssitzungen hat sich Olivier für gute Lösungen eingesetzt und in der Tagungsgruppe jeweils tatkräftig für spannende Inputs gesorgt.

Ob man es glaubt, oder nicht. Für Olivier gibt es auch ein Leben ausserhalb der Schule. Seine ausgezeichneten kulinarischen und önologischen Kenntnisse durfte der Vorstand mehr als einmal geniessen. Mit Herzblut setzt er sich für "seinen" FCL ein und reist schon mal zu nachtschlafener Stunde von einem EM Spiel nach Hause.

Es lässt sich unschwer erahnen: Olivier Prince ist kein Mann der halben Sachen. Alles oder nichts, und so konnten sich die Mitglieder des VSL LU stehts zu 100% auf Olivier verlassen. Die Mitglieder und die Kolleginnen und Kollegen aus dem Vorstand möchten sich an dieser Stelle nochmals ganz herzlich für den unermüdlichen, kreativen und kooperativen Einsatz bedanken und freuen sich, Olivier bei der einen oder anderen Gelegenheit zu treffen.

Medienpräsenz VSL LU - Klausur Vorstand

Die Veröffentlichung des Leserbriefes in der NLZ am vergangenen Montag, 6. Juni 2016 hat Beachtung gefunden. Auch national ist das Thema auf Echo gestossen. Ein entsprechender Artikel in der Online- und der Printausgabe des Blick hat unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Insgesamt können wir jedoch feststellen, dass nicht nur Lehrpersonen die Stellungnahme geschätzt haben.

Trotzdem werden wir weiter gefordert sein, unsere Positionen zu vertreten. Aus diesem Grund hat der Vorstand anlässlich einer Klausur grundlegende Bildungsthemen aufgenommen und Meinungen dazu festgehalten. In einem nächsten Schritt werden die Mitglieder des Vorstandes ein neues Positionspapier erarbeiten. Dieses soll bis 20. Juni 2016 in schriftlicher Form vorliegen und bei den Mitgliedern in die Vernehmlassung gehen. Geplant ist, die Positionen anlässlich der GV vom 14. September 2016 in Sursee durch die Mitgleider verabschieden zu lassen. Wir freuen uns, wenn du dich einbringst.

Stellungnahme zum Konsolidierungsprogramm 17

Die aktuelle Finanzlage des Kantons Luzern stellt verschiedene Herausforderungen an den Haushalt. Auch der Bildungsbereich ist von Sparmassnahmen nicht ausgeschlossen. Die aktuellen Vorschläge greifen jedoch deutlicher in die Gestaltung der Schule ein, als dies bislang der Fall war. Die vorgeschlagenen Massnahmen bergen aus Sicht des Verbandes der Schulleiterinnen und Schulleiter des Kantons Luzern verschiedene Risiken, welche den Schulbetrieb nachhaltig verändern können.

Der Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter fordert, alle Aspekte des finanzpolitischen Dreiecks (Einnahmen, Ausgaben und Verschuldung) in die Erwägungen einzubeziehen.

Zu folgenden Punkten aus dem Konsolidierungsprogramm 17 möchte der VSL LU Stellnung nehmen:

  • Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung bei Lehrpersonen: Die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung bei Lehrpersonen wird mit dem interkantonalen Vergleich begründet. Der VSL LU kann diese Zahlen nur bedingt nachvollziehen. Die veröffentlichten Pensengrössen (z.B. auf der Primarstufe) der EDK zeigen keine eindeutigen Unterschiede bezüglich einer deutlich geringeren Unterrichtsverpflichtung der Luzerner Lehrpersonen. Die Jahresarbeitszeit von Lehrpersonen bewegt sich im Kanton Luzern in schweizerischen Mittel von 1950 Stunden pro Jahr. Eine Erhöhung um eine Lektion pro Woche würde auf der Stufe KG und PS eine Erhöhung von rund 65 Stunden oder 1.5 Wochen pro Jahr bedeuten. Der VSL LU erkennt in der Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung Risiken, welche insbesondere die Kinder, die Eltern und die Zusammenarbeit in der Gemeinde betreffen. Eine höhere Präsenz im Klassenzimmer bedeutet während der Unterrichtszeit weniger zeitliche Ressourcen für die weiteren Arbeitsfelder. Dies betrifft in erster Linie die Zusammenarbeit mit den Eltern (Bsp. weniger Zeitressourcen für Elterngespräche) oder die Gestaltung des Schulalltags mit speziellen Erlebnissen für Kinder (Teilnahme Fasnachtsumzügen, Klassen- und Ferienlagerangebote).
    Im Personalbereich sind noch weitere Massnahmen geplant. Eine Kürzung der Weiterbildungsbeiträge an die Schulen birgt in den Augen des VSL LU das Risiko, dass sich der Fachkräftemangel (insbesondere im Bereich IF oder auch bei Schulleitungen) künftig noch weiter verschärfen wird. Mit dem schweizerisch einzigartigen Verzicht auf das Dienstaltersgeschenk, welcher bei den Lehrpersonen als starkes Zeichen mangelnder Wertschätung empfunden wird, werden die Anstellungsbedingungen subjektiv weiter geschwächt. In der jüngsten Zeit hat sich die Personalsituation im Volksschulbereich mit Ausnahmen etwas entspannt. Die Schulleitungen sehen die Gefahr, dass wieder vermehrt auf 'Notlösungen' zurückgegriffen werden muss, was die Qualität des Unterrichts stark in Frage stellt.
  • Reduktion der Sekundarschulkreise: Das ausgewiesene Sparpotenzial bezieht sich auf insbesondere auf die direkten Kosten von Schulklassen, also die Entlöhnung der Lehrpersonen. Eine solche Massnahme verursacht auf der anderen Seite jedoch auch Investitionen und laufende Kosten. Zum einen werden die Gemeinden entsprechende Kooperationsverträge ausarbeiten müssen, eine gemeinsame Entwicklung der Sekundarschulen wird aufwändiger, da verschiedene Träger (Gemeinden) mit ihren Schulen eine gemeinsame Schulkultur aufbauen müssen. Angesichts der verschiedenen Strukturmodelle in den Sekundarschulen werden hier verschiedene Herausforderungen zu meistern sein. Weiter werden laufende Kosten wie Transport oder Verpflegungsangebote auf der Sekunarschule aufgrund der grösseren Schulwege unausweichlich sein. Diese sollten in die Berechnungen einbezogen werden.
  • Berechung der Pro-Kopf-Beiträge nach Standardkosten: Durch die neue Berechnung der Schulkosten und der Beteiligung des Kantons im Rahmen der Pro-Kopf-Beiträge weist der Kanton eine Mehrbelastung der Gemeinden von rund einer Million Franken aus. Beschäftigt man sich eingehender mit der Thematik der Kostenstruktur und der Rechnungslegung, so stellen sich Fragen zu dieser Aussage. Mittels der Standardkosten, so scheint es, möchte der Kanton die Kostensteigerung im Bildungswesen eindämmen können. Es liegt in den Augen des VSL LU jedoch auf der Hand, dass gewisse Kosten in der Gemeinderechnung trotzdem in der Gemeinderechnung stehen bleiben. Der VSL LU sieht in diesem Bereich somit keine Entlastung der Gemeinden, wie im Bericht ausgewiesen, sondern eine Mehrbelastung. Auch fehlt dem VSL LU eine griffige Begründung, weshalb das 2008 eingeführte Modell wieder abgeschafft werden soll.

Der VSL LU sieht nicht nur in den Massnahmen im Bereich der Volksschulbildung Risiken, welche den Bildungsstandort Kanton Luzern im Selbstverständnis der einzigen Ressource nachhaltig gefährden. Insbesondere die folgenden zwei Massnahmen stehen in unseren Augen nicht im Einklang mit der Strategie des Regierungsrates:

  • Massnahmen in der Hochschulbildung: Der Kanton Luzern setzt einerseits auf einen Expansionskurs in der Hochschulbildung, andererseits werden die Beiträge an die Institutionen gekürzt. Der VSL LU plädiert in dieser Frage für eine weitsichtige Planung und ein entsprechend moderates Vorgehen auf beiden Seiten. Die Entwicklung einer längerfristigen Hochschulstrategie ist im Planungsbericht B26 festgehalten. Wortwörtlich definiert der Regierungsrat seine Absicht wie folgt: Es ist eine finanzielle Basis zu schaffen, die es den Hochschulen erlaubt, ihre Leistungsaufträge zu erfüllen (und ihnen einen angemessenen Entwicklungsspielraum gewährt), die aber zugleich auch die finanziellen Möglichkeiten des Kantons berücksichtigt. Gemessen an den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Vorteilen hält der Regierungsrat die notwendigen Investitionen für verkraftbar. In den Augen des VSL LU gilt es, in erster Linie die letzten Errungenschaften zu konsolidieren und den Ausbau entsprechend den vorhandenen Ressourcen umzusetzen.
  • Halbierung der Beiträge an die Musikschulen: Mit der Halbierung der Beiträge an die Musikschulen sieht der VSL LU das Risiko einer Verschlechterung der Chancengerechtigkeit. Die Gemeinden werden die entgangenen Beiträge auf die Eltern überwälzen, da die Anstellung der Lehrpersonen durch die Verordnung über die kommunalen Musikschulen (SRL 415) geregelt ist. Es wird in den Augen des VSL LU noch mehr Eltern unmöglich sein, Musikunterricht für die Kinder zu finanzieren, was zu einem weiteren Rückgang der Kinder in den Musikschulen führen wird. Für einen Kanton Luzern, welcher im eigenen Bewusstsein der Musikkultur in den Gemeinden, den Regionen und auch dem Kanton einen hohen Stellenwert zuschreibt, ist dies ein fragwürdiges  Signal.

Für Fragen und Anmerkungen steht der Vorstand gerne zur Verfügung. Melde dich am besten per E-Mail.

Aus dem Treffen mit der DVS

 

Am vergangenen Mittwoch, 18. Mai hat sich ein Ausschuss des Vorstandes mit Vertretern der DVS getroffen. Dabei wurden verschiedene Inhalte diskutiert.

In Bezug auf die Schuladministrationssoftware wurde von allen Seiten festgestellt, dass das Geschäft im Kantonsrat nur von der SVP bestritten ist. Diesbezüglich möchte der Vorstand die Mitglieder aufrufen, persönliche Kontakte insbesondere zu Vertretern dieser Partei im Kantonsrat zu nutzen, um die Dringlichkeit einer Erneuerung der Schuladministrationssoftware und dem damit verbundenen Effizienzgewinn in Bezug auf administrative Abläufe (Bsp. Personaladministration) hinzuweisen. Wir sind für euer Engagement dankbar.

Weiter seht die Diskussion des Konsolidierungsprogramms 17 im Kantonsrat an. In der Botschaft des Regierungsrates sind die geplanten Sparmassnahmen ersichtlich. Eine Stellungnahme des Vorstandes erscheint in einem separaten Artikel.

Die Revevision der Verordnungen über das Übertrittsverfahren, sowie über die Beurteilung schreitet voran. Die Anliegen des VSL LU wurden gemäss Aussagen der DVS mehrheitlich aufgenommen. Eine grosse Herausforderung stellen nach wie vor die Niveauwechsel im Kooperativen Sekundarschulmodell dar.

Die Rückmeldungen seitens der Schulen zu den Einführungsveranstaltungen Lehrplan 21 sind überwiegend positiv. Trotzdem ist allen Beteiligten klar, dass noch ein weiter Weg bevor steht. Das Konzept zur Weiterbildung Medienpädagogik und Informatik wird noch diesen Juni einem Praxistest unterworfen, sodass die Inhalte möglicht auf die Bedürfnisse der Schule und insbesondere der Lehrpersonen ausgerichtet sind.

Die Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements an Schulen geht in die nächste Runde. Das Ziel soll ein Instrument sein, welches den Schulleitungen dient, Aufgaben im Schulbereich besser zu planen und zu überprüfen. Dem Teil des Leistungsauftrages soll dabei speziell Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Die Thematik der Integrativen Sonderschulung wird anlässlich einer weiteren Sitzung voraussichtlich im August aufgenommen. Zentrale Inhalte beziehen sich hier auf die Überarbeitung der Ausgestaltung der Integrativen Sonderschulung im Verhaltensbereich, sowie die Anstellungsfragen bei Lehrpersonen. Weiter wurde eine Überarbeitung des Konzeptes in Aussicht gestellt.

Für Fragen und Anmerkungen steht der Vorstand gerne zur Verfügung. Melde dich am besten per E-Mail.

Informationsveranstaltung Lehrplan 21 von Schule und Elternhaus

Schule und Elternhaus veranstaltet eine Informationsveranstaltung zum Lehrplan 21. Diese findet am Samstag, 21. Mai 2016 ab 09.00 Uhr im Barfüesser an der Winkelriedstrasse in Luzern statt. Referent ist Christoph Mylaeus, Geschäftsleiter Team Lehrplan 21 der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz.

Treffen mit dem VLG - VSBL und dem VSL LU

Im jährlichen Treffen von VLG, VSBL und VSL LU vom Freitag, 29.4.2016 ging es natürlich schwergewichtig um die aktuellen bildungspolitischen Geschäfte im Kanton Luzern. In einem offenen Austausch haben die Beteiligten Positionen offen gelegt, Gemeinsamkeiten festgehalten und Strategien abgesprochen. Die Themen liegen auf der Hand. Das enge finanzielle Korsett des Kantons wirkt in die politischen Vorhaben und Vorgaben hinein. Die Projekte 'Konsolidierungsprogramm17', 'Stark.LU' und nicht zuletzt auch die VBG-Revision sind geprägt von der aktuellen Finanzdiskussion. Diese Ausgangslage macht die pädagogische und organisatorische Diskussion in der Schule zur Herausforderung. Trotzdem haben sich die Vertreter der Verbände heute deutlich z.B. für den Wert der Schulsozialarbeit ausgesprochen. Dies, obwohl in einzelnen Gemeinden bereits die Aufhebung thematisiert wird. In Bezug auf die anstehenden Finanzreformen und der damit verbundenen Globalbudgetierung der Schulen sind alle Träger aufgefordert, ihren Beitrag zu leisten. Der VSL LU wird sich für eine vertiefte Auseinandersetzung mit Finanzen im Rahmen der Aus- und Weiterbildung einsetzen, während dem die Behörden auf Gemeindeseite sich der gegenseitigen Verantwortung bewusst sind und Bereitschaft zeigen, die Schulleitungen mit Know-How zu unterstützen.  

 

Allrounderausbildung für Primarlehrpersonen

Im Postulat 087 von Willi Knecht wird der Regierungsrat aufgefordert, sich bei der PH Luzern für eine Allrounderausbildung für Primarlehrpersonen einzusetzen. In seiner Antwort lehnt der Regiergungsrat das Postulat ab. Innerhalb der Antwort nennt der Regierungsrat auch die Gründe, welche gegen eine Allrounderausbildung sprechen.

Zum einen wird die Ablehnung damit begründet, mit 7 Fächern auch die Klassenlehrpersonenfunktion ausgeführt werden kann und diese Reduktion bei der Installation der heutigen Ausbildungen politisch gewünscht war.

Zweitens wird die kommende Wochenstundentafel bereits zwei Lehrpersonen erfordern, da bereits ab der dritten Klassen mehr Lektionen erteilt werden müssen, als ein Vollpensum umfasst.

Drittens sieht der Regierungsrat das Hauptproblem in den Teilzeitpensen.

Weiter möchte er die Qualität der Ausbildung der Quantität vorziehen, höhere Kosten vermeiden und verweist darauf, dass auch andere Pädagogischen Hochschulen keine eigentlichen Allrounderausbildungen anbieten. Daneben verweist er auf die Möglichkeit der Diplomweiterbildung.

Welche Haltung soll der VSL LU in dieser Thematik einnehmen? Hast du eine Meinung? Dann teile sie uns mit.

Aus der Vorstandssitzung

An der Vorstandssitzung vom 22.4.2016 wurden verschiedene Themen bearbeitet. Das Wichtigste in Kürze:

- Rückblick auf die Megger Schulkadertagung: 'Futuretrends', das Thema der diesjährigen Tagung hat zweifelsfrei gefesselt. Die gute Mischung von Referat durch den Zukunftsforscher Georges T. Roos und freien Gesprächsmöglichkeiten waren ansprechend und haben die Teilnehmenden etwas dem Alltagsstress herausholen können. Bereits sind wir an der Planung der nächsten Tagung. Hast du eine Rückmeldung? Dann schreibe uns.

- Schuladministrationssoftware: Die SAS geht in die nächste Runde. Gemäss den Parteiengesprächen ist das Geschäft im Kantonsrat nur von der SVP bestritten. Somit gilt: Persönliche Kontakte spielen lassen und den einen oder anderen Kantonsrat auf die Wichtigkeit und Dringlichkeit ansprechen.

- Aus den Arbeitsgruppen: In der Zwischenzeit haben verschiedene Gespräche und Sitzungen unter Beteiligung des Vorstandes stattgefunden. Zentrale Themen dabei sind natürlich das Konsolidierungsprogramm 17, die Fremdsprachenfrage und der Lehrplan 21 (Medienbildung).

- Treffen mit dem VLG (29.4.2016) und der DVS (18.5.2016): Folgende Themen möchte der Vorstand neben den oben bereits geannten ansprechen: Kostenteiler in der Volksschulbildung, Weiterführung der SSA und die Konsequenzen einer Erhöhung der Pflichtlektionen bei Lehrpersonen. Hast du dazu eine Meinung? Dann schreibe uns.

Der Vorstand trifft sich am 3. Juni 2016 zu einer tägigen Klausur.

Holkurse Medienbildung - Finanzierung

Die Finanzierung der Holkurse (wie auch der anderen Kurse) im Bereich der Medienbildung hat noch zu Fragen Anlass gegeben. Gemäss Thomas Buchmann (DVS) läuft diese wie folgt:

"Die Kurse werden verrechnet wie die Intensivkurse M&I. Das heisst, die DVS übernimmt den Teilnehmerbeitrag für diejenigen Lehrpersonen, die den Kurs obligatorisch besuchen müssen (2. Zyklus ab 40%). Den Beitrag für alle andern Teilnehmenden übernimmt die Schulleitung. Pro Person macht das 10 Halbtage à 3h (bei 7 Fr. pro h) also 210 Fr. Dies ist eine Sonderregelung, wie sie sonst bei Holkursen nicht üblich ist. Diese Holkurse sind für 14 bis 24 Teilnehmende ausgelegt. Nach Absprache mit der PHLU WB können auch eigene Fachleute einbezogen und individuelle Lösungen gefunden werden."

Besten Dank für diese Klärung!